Fluidtechnik

fluidtechnik Fluidtechnik

Die Fluidtechnik ist ein Bereich der Antriebstechnik und Steuerungstechnik, die die Umformung, Steuerung, Regelung und ▄bertragung von Energie durch ein flüssiges oder gasförmiges Druckmittel benutzt. Sie besteht aus den Fachbereichen Pneumatik und Hydraulik.


pneumatik Was ist Pneumatik?

Das Wort "Pneumatik" ist vom griechischen "pneuma", zu deutsch Hauch, Atem abgeleitet. Man versteht darunter allgemein das Verhalten von Luft in ruhendem und strömendem Zustand. Damit ist die Pneumatik genau wie die Hydraulik ein Teilgebiet der Strömungslehre, jedoch bedient man sich hier der Gesetze der Aerodynamik mit den Teildisziplinen Aerostatik und Aerodynamik. Die Gesetze sind dabei denen der Hydraulik in vielen Fällen ähnlich, wenn man die Kompressibilität des Mediums Luft berücksichtigt. Im technischen Sinn versteht man unter Pneumatik vor allem die Anwendung von Druckluft in pneumatischen Anlagen, d. h. die Gesamtheit aller Energie- und Informationsverarbeitungsgeräte, die mit Druckluft, in einigen Fällen auch mit Saugluft, arbeiten. Zusammenfassend bezeichnet als Pneumatik oder Drucklufttechnik alle energie- und informationsverarbeitenden Systeme, deren Kräfte und Bewegungen mit Hilfe von Druckluft erzeugt werden. In der Praxis steht der Begriff Pneumatik vorwiegend für die Steuerung und Bewegung mit Ventilen und Zylindern. Die pneumatische Energie wird zum Antrieb von Arbeitsmaschinen sowie zum Spannen, Bremsen und Stellen benutzt. Aber auch in der Informationsverarbeitung spielen pneumatische Signalglieder, Rechen- und Logikelemente sowie Signalverstärker eine große Rolle und sind aus der modernen Steuerungs- und Regelungstechnik nicht mehr wegzudenken.


hydraulik Was ist Hydraulik?

Die Hydraulik ist die Lehre und Technik von den Bewegungen und Gleichgewichtszuständen von Flüssigkeiten. Das Wort "Hydraulik" wurde abgeleitet vom griechischen Wort "hydor", was soviel wie Wasser bedeutet. Man verwendet jedoch den Begriff Hydraulik für den Einsatz von Druckflüssigkeiten aller Art, wie z. B. Wasser, Íl, Glyzerin. Sämtliche Hydraulikanlagen, gleich welcher Art, arbeiten entweder nach hydrostatischem oder nach hydrodynamischem Prinzip. Im ersten Fall entsteht Druckenergie, die über die Hydraulikflüssigkeit in Arbeit umgesetzt wird. Die Flüssigkeit ist dabei der Energieüberträger. Nach dem hydrostatischem Prinzip wird die Hydraulik verwendet für hydraulische Pumpen, Regel- bzw. Nachformeinrichtungen an Werkzeugmaschinen, hydrostatische Kupplungen und Flüssigkeitsgetriebe. Nach hydrodynamischen Prinzip, wo die Kraftübertragung durch Strömungsenergie erfolgt, arbeiten vor allem die Drehmomentwandler im Fahrzeug- und Lokomotivbau.




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