E-Mobilität gehört die Zukunft

E-Mobilität gehört die Zukunft

Ruderting, den 10.08.2015

6. Bürger-Energiestammtisch: E-Mobilität gehört die Zukunft

Rudertings „BürgerEnergieStammtisch“ vergleicht Automarken und Typen

Ruderting. Gut 40 Zuhörer haben den „6. Sittenberger BürgerEnergieStammtisch“ im Gasthaus Billinger besucht, um sich bei Fachleuten über Elektro-Mobilität zu informieren. Nach den Vorträgen konnten Elektrofahrzeuge vier verschiedener Marken besichtigt und Fragen gestellt werden.


Zuvor informierte Moderator Johannes Schmidt darüber, dass nach den zehn „Passauer Oberland“-Gemeinden nun auch die zwölf Gemeinden des „Ilzer Land“ den „BürgerEnergieStammtisch“ unterstützen. Er dankte Josef Pauli für seinen Einsatz in dieser Sache. Weiter habe man versucht, Organisation und Internet-Auftritt zu verbessern. Verantwortlich dafür waren Karl Haberzettl und Erich Käser. Die Adresse: www.buergerenergiestammtisch-Stittenberg.de.

Trend geht derzeit zum Spritschlucker

chmidt trug einen kritischen Beitrag des Automobil-Experten Ferdinand Dudenhöffer vor, der feststellte, dass der Verbraucher wegen der niedrigen Benzin- und Dieselpreise „die Hybride, Plug-in-Hybride und Elektroautos links liegen lasse“ und stattdessen der Trend nicht nur zu Benzin- und Dieselautos gehe, sondern auch zu spritschluckenden Modellen. Dabei würden in Deutschland auf gut ausgebauten Straßen keine sportlichen Geländewagen benötigt. Aber scheinbar falle der deutsche Verbraucher „in alte, unvernünftige Verhaltensmuster“ zurück. Deutschland hinke bei spritsparenden Modellen und in Sachen CO2-Ausstoß weit hinterher. 2020 könnte dies wegen der EU-Klimaziele ein Problem werden.

Dominik Prager und Detlef Reumann von der Firma Erich Röhr in Passau erläuterten anhand eines Vergleichs zwischen Elektro- und Dieselfahrzeug, dass das Elektro-Auto etwa 1300 Euro teurer komme. Dieser Mehrpreis werde aber bereits nach 20 000 Kilometern durch geringere laufende Kosten weitestgehend kompensiert. Auf 100 Kilometern schlucke das Dieselfahrzeug 6,43 Euro, das Elektroauto 3,66 Euro. Nach bereits zwei Jahren habe die Elektro-Variante den Diesel an Wirtschaftlichkeit übertroffen, nach sechs bis sieben Jahren auch einen vergleichbaren Benziner. Man sei, so Prager und Reumann, selbst etwas überrascht gewesen von diesem Ergebnis.

Auch das vielfach vorhandene Batterie-Vorurteil sei falsch. Für diese gebe es eine Garantie von acht Jahren. Und die laufenden Kosten ließen sich mit einer eigenen PV-Anlage auf dem Dach nochmals senken. Alle diese Fakten sprächen laut Dominik Prager und Detlef Reumann eindeutig für das Elektroauto.

Peter Ranzinger, Referent für Klimaschutz beim Landratsamt Passau, brach ebenfalls eine Lanze für Elektro-Mobilität. Er stellte das Projekt „E-Mobilität im Landkreis Passau“ vor und heraus, dass der Landkreis bereits seit 2009 in diesem Bereich aktiv sei, verschiedene Fahrzeuge getestet und seinen Fuhrpark mit Elektroautos erweitert habe. So habe der Landkreis inzwischen fünf E-Mobile in Betrieb, die Bayerische Staatsregierung nur zwei. Bisher, so Ranzinger, sei keines liegengeblieben. Der

Landkreis testet schon seit Jahren E-Autos

Landkreis stelle auch Ladetankstellen zur Verfügung. Es gäbe auch im Landkreis an die fünfzehn E-Wald-Ladestationen und diverse E-Bike-Stationen. Etwas provozierend stellte er in den Raum, dass das Auto ja eigentlich ein „Stehzeug“ und weniger ein „Fahrzeug“ sei, denn die meiste Zeit stehe das Auto.

Schmidt gab bekannt, dass der Stammtisch im August pausiert und sich erst wieder am 8. September zum Thema „Kraft-Wärmekopplung“ trifft. Im Oktober wird der Stammtisch auf Mittwoch, 14. Oktober, ausweichen, da der Dienstag schon für eine andere Gruppierung reserviert ist. red



BürgerEnergieStammtisch Sittenberg